Was ist eigentlich Biogas?

Biogas ist ein erneuerbarer Energieträger, der durch Vergärung von organischen und biologischen Abfällen wie Grüngut, Speiseresten, Hofdünger oder Klärschlamm entsteht. Bei der Vergärung entsteht aber zuerst «Rohbiogas», welches anschliessend zu Erdgasqualität aufbereitet wird. Dieses sogenannte Biomethan wird dann ins Gasnetz eingespeist. Weil bei der Verbrennung lediglich so viel CO2 freigesetzt wird, wie die Pflanzen zuvor beim Wachstum aufgenommen haben, gehört Biogas zu den CO2-neutralen Brennstoffen. Es gibt aber noch mehr Vorteile:

Biogas ist speicherbar
Und somit eine langfristige und sichere Energiequelle.
Biogas unterliegt Richtlinien
In der Schweiz dürfen nur biologische Abfälle für die Herstellung von Biogas verwendet werden.
Biogas kann noch mehr
Bei der Biogasproduktion entsteht ein Gärrest, der in der Landwirtschaft als wertvoller Ersatz für mineralischen Dünger eingesetzt wird.
Biogas ist erneuerbare Energie
Um ihre Klimaziele zu erreichen, muss die Schweiz in Zukunft hauptsächlich erneuerbare Energien nutzen. Biogas ist eine davon.
Biogas ist vielseitig
Wie Erdgas kann Biogas unterschiedlich genutzt werden, zum Beispiel als Heiz- und Prozessenergie, als Treibstoff sowie zur Produktion von Strom.
Biogas ist ertragreich
Je nach der Zusammensetzung können pro Tonne Biomasse zwischen 100 und 900 kWh Biogas gewonnen werden. Das sind bis zu 45 000 Stunden am Laptop.
Biogas ist umweltfreundlich
Es ersetzt nämlich fossiles Gas vollständig und vermindert so diese CO2-Emissionen. Ausserdem entsteht bei der Kompostierung Methan, das als Treibhausgas zur Erderwärmung beiträgt.
Biogas ist zuverlässig
Die Erzeugung von Biomethan löst eine hohe regionale Wertschöpfung aus und ist eine der wenigen regenerativen Energiequellen, die plan- und steuerbar sind.

Aus welchen Rohstoffen entsteht Biogas?

Biogas wird aus biogenen Abfällen gewonnen. Das sind im Wesentlichen Rüst- und Speiseabfälle, Gartenabfälle, Grüngut, Gülle, Mist und Ernteabfälle aus der Landwirtschaft sowie Klärschlamm aus Abwasserreinigungsanlagen. Übrigens: In der Schweiz dürfen nur Rest- und Abfallstoffe zur Biogasproduktion eingesetzt werden. Es werden somit keine Nutzpflanzen dafür extra angepflanzt. Diese Voraussetzung muss auch importiertes Biogas erfüllen.

Das gehört zu Hause in den Bioabfall:

Schweizer Landwirte liefern landwirtschaftliche Abfälle an eine Biogasanlage zur Herstellung von Schweizer Biogas.

Gartenabfall

Rasen- und Baumschnitt, Kleinpflanzen ohne Topf oder Stützdraht, Blumen- und Gemüsestauden, Erde, Laub, Unkraut und Fallobst sowie Balkon- und Topfpflanzen.
Grafische Darstellung der verschiedenen Einsatzmöglichkeiten von Schweizer Biogas.

Küchenabfall

Rüstabfälle von Obst samt Schale und Kernen, Früchte, Salat, Gemüse, Fruchtstein, Kaffeesatz und Teesatz, Eierschalen, Mehl, Gewürze sowie Kleintiermist.
Bioabfall, Schweizer Biogas

Speisereste

Teigwaren roh oder gekocht, Brot, Toast und Zopf, Gebäck und Süssspeisen wie Schokolade, Kuchen, Torten, Honig, Konfitüre, Wurst, Fleisch und Fisch (auch Knochen und Gräten), Getreideprodukte, Reis, Kartoffelprodukte, Hülsenfrüchte, Kochfett, Eier und alle Arten von Saucen, Milchprodukte wie Käse, Rahm, Quark, Joghurt, Pudding und Butter.

Auch diese Rohstoffe werden zu Biogas:

Gülle und Mist
Klärschlamm
Grüngut
Industrielle Bioabfälle

Gülle und Mist

Bei der Gewinnung von Biogas aus Hofdüngern wie Mist und Gülle reduzieren sich sowohl die Klimaauswirkungen als auch die Umweltbelastungen verglichen mit der üblichen Hofdüngernutzung erheblich. Positive Nebeneffekte: Pflanzen können Nährstoffe aus Biogas-Gärresten effizienter nutzen als aus herkömmlichem Hofdünger. Zudem reduziert es Geruchsbelästigungen.

Klärschlamm

Auch aus unserem alltäglichen Abwasser entsteht wertvolles Biogas. Dafür wird der Klärschlamm genutzt, der bei der Reinigung des Schmutzwassers in Abwasserreinigungsanlagen entsteht. Dieser Schlamm wird dann vergärt, so dass aus dem hier gewonnenen Klärgas über eine Aufbereitungsanlage das energiereiche Biogas hergestellt werden kann.

Grüngut

Neben den Gartenabfällen zu Hause fällt vor allem auch in der Landschaftspflege und in öffentlichen Parkanlagen viel Grüngut an. Neben allen pflanzlichen Gartenabfällen gehören zum Grüngut auch Äste, Sägemehl, Hobelspäne von unbehandeltem Holz, Kaffee- und Teesatz inkl. Papierfilter, verbrauchte Topfpflanzenerde, unbehandelte Rinde, verdorbenes Gras, verdorbene Silage, Wurzelstöcke und Schwemmholz.

Industrielle Bioabfälle

Organische Abfälle, zum Beispiel aus der verarbeitenden Lebensmittelindustrie oder von Grossverteilern, können ebenso der Vergärung zugeführt werden, so dass der Stoffkreislauf geschlossen wird. Über die Entsorgung geben Energieversorger, Biogasanlagenbetreiber vor Ort oder die Gemeinde gerne Auskunft. Die Lebensmittel dürfen dabei nicht verpackt sein und im Nahrungs- oder Futtermittelkreislauf nicht mehr verwendet werden.

Wie wird Biogas hergestellt?

Bioabfälle bilden – wenn richtig gesammelt und entsorgt – die Grundlage für Biogas. In den Biogasanlagen finden dann der Vergärungsprozess und die Aufbereitung zu Biogas statt, das aus über 96 Prozent Methan besteht. Zusätzlich gut für die Umwelt: Nach der Vergärung bleiben sogar noch Nährstoffe übrig, aus denen Dünger gewonnen wird, um Boden und Pflanzenwachstum positiv zu beeinflussen. Die Produzenten speisen anschliessend das Schweizer Biogas direkt in das regionale Gasnetz ein, über welches das Gas transportiert und an die Kundinnen und Kunden verteilt wird. So wird das Biogas bedarfsgerecht als Wärmequelle, Treibstoff und Prozessenergie genutzt. Und warum schliesst sich nun der Kreis? Weil Pflanzen das bei der energetischen Nutzung entstandene CO₂ wieder aufnehmen. So entsteht ein natürlicher Kreislauf – für eine nachhaltige und effiziente Energieversorgung.

Erzeugung von Biogas

Fotografie einer Auszeichnungszeremonie für Nachhaltigkeit in der Schweizer Biogasbranche.

Wird Biogas importiert?

Ja, das importierte Gas aus der EU muss dabei aber die gleichen Qualitätsgrundsätze wie Biogas aus der Schweiz erfüllen. So darf zum Beispiel nur ökologisch und ethisch einwandfreies Biogas aus Abfällen und Reststoffen, nicht aber aus Nahrungsmitteln oder speziell angebauten Energiepflanzen verwendet werden. Die Nachfrage nach einheimisch produziertem Biogas ist aber im Zuge der geopolitischen Lage stark angestiegen. So dürften vor allem Landwirte dem Beispiel vieler ihrer Kolleginnen und Kollegen folgen. Denn die Landwirtschaft verfügt über das weitaus grösste bisher ungenutzte Biomasse- und Energiepotenzial in der Schweiz. Würden wir dieses Potenzial ausschöpfen, könnten 10 bis 15 Prozent der Gasimporte ersetzt werden.

Schweizer Biogas, Landkarte

Wo wird Biogas hergestellt?

In rund 50 Biogasanlagen in der ganzen Schweiz, die Biomethan direkt ins Gasnetz einspeisen. Und laufend kommen neue dazu! Das ist wichtig, denn der Anteil an erneuerbarem Gas soll laufend erhöht werden, damit das Ziel einer klimaneutralen Gasversorgung bis 2050 erreicht wird. Die Schweiz zählt sogar zu den Pionieren in der Produktion von Biogas: 1997 gelang es in Samstagern ZH das erste Mal weltweit, Biomethan ins Gasnetz einzuspeisen. Gegenüber anderen Ländern aus der EU hat die Schweiz heute flächenmässig die grösste Anzahl an Biogasanlagen.

bestehende Biogas-Anlagen
neue Biogas-Anlagen
Biogas-Anlagen in Planung
Diese Biogasanlagetypen gibt es

Landwirtschaftliche Biogasanlagen: Hofdünger als Energiequelle

Aus nur einem Kubikmeter Hofdünger entstehen bis zu 30 Kubikmeter Biogas – ein überraschend hohes Potenzial, das in der Schweiz reichlich vorhanden ist und dank Biogasanlagen nicht ungenutzt liegen bleiben muss. Durch die Vergärung von Gülle und Mist entsteht einheimische, erneuerbare Energie, während die Treibhausgasemissionen deutlich sinken. Der zurückbleibende Gärrest dient als hochwertiger Naturdünger weiter und schliesst so den Stoffkreislauf.

  • EcoBioVal, JU
  • Familie Aeberhardt & Savary, BE

Aus nur einem Kubikmeter Hofdünger entstehen bis zu 30 Kubikmeter Biogas – ein überraschend hohes Potenzial, das in der Schweiz reichlich vorhanden ist und dank Biogasanlagen nicht ungenutzt liegen bleiben muss. Durch die Vergärung von Gülle und Mist entsteht einheimische, erneuerbare Energie, während die Treibhausgasemissionen deutlich sinken. Der zurückbleibende Gärrest dient als hochwertiger Naturdünger weiter und schliesst so den Stoffkreislauf.

  • EcoBioVal, JU
  • Familie Aeberhardt & Savary, BE

Aus nur einem Kubikmeter Hofdünger entstehen bis zu 30 Kubikmeter Biogas – ein überraschend hohes Potenzial, das in der Schweiz reichlich vorhanden ist und dank Biogasanlagen nicht ungenutzt liegen bleiben muss. Durch die Vergärung von Gülle und Mist entsteht einheimische, erneuerbare Energie, während die Treibhausgasemissionen deutlich sinken. Der zurückbleibende Gärrest dient als hochwertiger Naturdünger weiter und schliesst so den Stoffkreislauf.

  • EcoBioVal, JU
    EcoBioVal verwertet Gülle und Grünabfälle aus der Region und wandelt sie in erneuerbare Energie um. Dank eines einzigartigen Pipelinesystems wird die Gülle aus den umliegenden Bauernhöfen direkt und ohne CO₂-Emissionen zur Anlage transportiert. Diese Pionier Anlage, die vom Biogasfonds des Schweizerischen Gasindustrieverbandes (SGV) unterstützt wird, deckt heute etwa 10% des Gasbedarfs der Region Delémont.
    Ab Juli 2026 wird EcoBioVal einen neuen Meilenstein erreichen, indem es das bei der Produktion von Biomethan entstehende CO₂ auffängt und verflüssigt. Durch diese Innovation können jährlich mehr als 1500 Tonnen CO₂-Emissionen in die Atmosphäre vermieden werden. In Zusammenarbeit mit regionalen Partnern wird dieses CO₂ für die Karbonatisierung von Recyclingbeton und Schlacke wiederverwendet. Das Projekt schliesst damit den Kohlenstoffkreislauf und zeigt, dass emissionsnegative Technologien nicht nur möglich, sondern bereits einsatzbereit sind.
  • Familie Aeberhardt & Savary, BE

Aus nur einem Kubikmeter Hofdünger entstehen bis zu 30 Kubikmeter Biogas – ein überraschend hohes Potenzial, das in der Schweiz reichlich vorhanden ist und dank Biogasanlagen nicht ungenutzt liegen bleiben muss. Durch die Vergärung von Gülle und Mist entsteht einheimische, erneuerbare Energie, während die Treibhausgasemissionen deutlich sinken. Der zurückbleibende Gärrest dient als hochwertiger Naturdünger weiter und schliesst so den Stoffkreislauf.

  • EcoBioVal, JU
    EcoBioVal verwertet Gülle und Grünabfälle aus der Region und wandelt sie in erneuerbare Energie um. Dank eines einzigartigen Pipelinesystems wird die Gülle aus den umliegenden Bauernhöfen direkt und ohne CO₂-Emissionen zur Anlage transportiert. Diese Pionier Anlage, die vom Biogasfonds des Schweizerischen Gasindustrieverbandes (SGV) unterstützt wird, deckt heute etwa 10% des Gasbedarfs der Region Delémont.
    Ab Juli 2026 wird EcoBioVal einen neuen Meilenstein erreichen, indem es das bei der Produktion von Biomethan entstehende CO₂ auffängt und verflüssigt. Durch diese Innovation können jährlich mehr als 1500 Tonnen CO₂-Emissionen in die Atmosphäre vermieden werden. In Zusammenarbeit mit regionalen Partnern wird dieses CO₂ für die Karbonatisierung von Recyclingbeton und Schlacke wiederverwendet. Das Projekt schliesst damit den Kohlenstoffkreislauf und zeigt, dass emissionsnegative Technologien nicht nur möglich, sondern bereits einsatzbereit sind.
  • Familie Aeberhardt & Savary, BE

Aus nur einem Kubikmeter Hofdünger entstehen bis zu 30 Kubikmeter Biogas – ein überraschend hohes Potenzial, das in der Schweiz reichlich vorhanden ist und dank Biogasanlagen nicht ungenutzt liegen bleiben muss. Durch die Vergärung von Gülle und Mist entsteht einheimische, erneuerbare Energie, während die Treibhausgasemissionen deutlich sinken. Der zurückbleibende Gärrest dient als hochwertiger Naturdünger weiter und schliesst so den Stoffkreislauf.

  • EcoBioVal, JU
  • Familie Aeberhardt & Savary, BE
    Die von zwei Familien als Hofgemeinschaft betriebene Kleinbiogasanlage in Kirchberg BE liefert rund 20% des Gasbedarfs für die stadteigenen Liegenschaften der Nachbargemeinde Burgdorf. Überdies erzeugt sie dank Solaranlage ihren eigenen Strom.

Aus nur einem Kubikmeter Hofdünger entstehen bis zu 30 Kubikmeter Biogas – ein überraschend hohes Potenzial, das in der Schweiz reichlich vorhanden ist und dank Biogasanlagen nicht ungenutzt liegen bleiben muss. Durch die Vergärung von Gülle und Mist entsteht einheimische, erneuerbare Energie, während die Treibhausgasemissionen deutlich sinken. Der zurückbleibende Gärrest dient als hochwertiger Naturdünger weiter und schliesst so den Stoffkreislauf.

  • EcoBioVal, JU
  • Familie Aeberhardt & Savary, BE
    Die von zwei Familien als Hofgemeinschaft betriebene Kleinbiogas-anlage in Kirchberg BE liefert rund 20% des Gasbedarfs für die stadteigenen Liegenschaften der Nachbargemeinde Burgdorf. Überdies erzeugt sie dank Solaranlage ihren eigenen Strom.

Gewerblich-industrielle Biogasanlagen: Ein nachhaltiger Kreislauf

Gemäss Schätzungen des BAFU landen in der Schweiz pro Person jährlich stattliche 52 kg Bioabfall1 im Kehrichtsack statt im Biokübeli – das entspricht rund einem Drittel der gesamten Abfallmenge, das dadurch für die Wiederverwertung in den Biogasanlagen verloren geht. Werden organische Abfälle korrekt getrennt, zersetzen Mikroorganismen sie in luftdichten Fermentern und erzeugen daraus Biogas, das lokal genutzt wird und die Energieunabhängigkeit der Schweiz stärkt.
Ein grosser Vorteil dieser Technologie ist die Kreislaufwirtschaft: Selbst das verbleibende Gärgut wird weitergenutzt und dient als Naturdünger für Landwirtschaft, Gartenbau und private Gärten. Wertvolle Nährstoffe gelangen so zurück in den Boden – und neues Wachstum wird möglich.

1 Quelle: Bundesamt für Umwelt (BAFU) 2022

  • Green Power Aarau AG
  • Kompogas Utzenstorf AG

Gemäss Schätzungen des BAFU landen in der Schweiz pro Person jährlich stattliche 52 kg Bioabfall1 im Kehrichtsack statt im Biokübeli – das entspricht rund einem Drittel der gesamten Abfallmenge, das dadurch für die Wiederverwertung in den Biogasanlagen verloren geht. Werden organische Abfälle korrekt getrennt, zersetzen Mikroorganismen sie in luftdichten Fermentern und erzeugen daraus Biogas, das lokal genutzt wird und die Energieunabhängigkeit der Schweiz stärkt.
Ein grosser Vorteil dieser Technologie ist die Kreislaufwirtschaft: Selbst das verbleibende Gärgut wird weitergenutzt und dient als Naturdünger für Landwirtschaft, Gartenbau und private Gärten. Wertvolle Nährstoffe gelangen so zurück in den Boden – und neues Wachstum wird möglich.

1 Quelle: Bundesamt für Umwelt (BAFU) 2022

  • Green Power Aarau AG
  • Kompogas Utzenstorf AG

Gemäss Schätzungen des BAFU landen in der Schweiz pro Person jährlich stattliche 52 kg Bioabfall1 im Kehrichtsack statt im Biokübeli – das entspricht rund einem Drittel der gesamten Abfallmenge, das dadurch für die Wiederverwertung in den Biogasanlagen verloren geht. Werden organische Abfälle korrekt getrennt, zersetzen Mikroorganismen sie in luftdichten Fermentern und erzeugen daraus Biogas, das lokal genutzt wird und die Energieunabhängigkeit der Schweiz stärkt.
Ein grosser Vorteil dieser Technologie ist die Kreislaufwirtschaft: Selbst das verbleibende Gärgut wird weitergenutzt und dient als Naturdünger für Landwirtschaft, Gartenbau und private Gärten. Wertvolle Nährstoffe gelangen so zurück in den Boden – und neues Wachstum wird möglich.

1 Quelle: Bundesamt für Umwelt (BAFU) 2022

  • Green Power Aarau AG
    Die hochmoderne Anlage Green Power Aarau AG hat es in sich – auch von aussen: Hinter der Fassade aus Aargauer Holz entsteht einheimisches Biogas, das jährlich rund 15 Gigawattstunden klimaneutrale Energie liefert. Nach der Vergärung fallen flüssige und feste Gärreste an, die in der umliegenden Landwirtschaft auf über 600 Hektar als Naturdünger genutzt werden.
  • Kompogas Utzenstorf AG

Gemäss Schätzungen des BAFU landen in der Schweiz pro Person jährlich stattliche 52 kg Bioabfall1 im Kehrichtsack statt im Biokübeli – das entspricht rund einem Drittel der gesamten Abfallmenge, das dadurch für die Wiederverwertung in den Biogasanlagen verloren geht. Werden organische Abfälle korrekt getrennt, zersetzen Mikroorganismen sie in luftdichten Fermentern und erzeugen daraus Biogas, das lokal genutzt wird und die Energieunabhängigkeit der Schweiz stärkt.
Ein grosser Vorteil dieser Technologie ist die Kreislaufwirtschaft: Selbst das verbleibende Gärgut wird weitergenutzt und dient als Naturdünger für Landwirtschaft, Gartenbau und private Gärten. Wertvolle Nährstoffe gelangen so zurück in den Boden – und neues Wachstum wird möglich.

1 Quelle: Bundesamt für Umwelt (BAFU) 2022

  • Green Power Aarau AG
    Die hochmoderne Anlage Green Power Aarau AG hat es in sich – auch von aussen: Hinter der Fassade aus Aargauer Holz entsteht einheimisches Biogas, das jährlich rund 15 Gigawattstunden klimaneutrale Energie liefert. Nach der Vergärung fallen flüssige und feste Gärreste an, die in der umliegenden Landwirtschaft auf über 600 Hektar als Naturdünger genutzt werden.
  • Kompogas Utzenstorf AG

Gemäss Schätzungen des BAFU landen in der Schweiz pro Person jährlich stattliche 52 kg Bioabfall1 im Kehrichtsack statt im Biokübeli – das entspricht rund einem Drittel der gesamten Abfallmenge, das dadurch für die Wiederverwertung in den Biogasanlagen verloren geht. Werden organische Abfälle korrekt getrennt, zersetzen Mikroorganismen sie in luftdichten Fermentern und erzeugen daraus Biogas, das lokal genutzt wird und die Energieunabhängigkeit der Schweiz stärkt.
Ein grosser Vorteil dieser Technologie ist die Kreislaufwirtschaft: Selbst das verbleibende Gärgut wird weitergenutzt und dient als Naturdünger für Landwirtschaft, Gartenbau und private Gärten. Wertvolle Nährstoffe gelangen so zurück in den Boden – und neues Wachstum wird möglich.

1 Quelle: Bundesamt für Umwelt (BAFU) 2022

  • Green Power Aarau AG
  • Kompogas Utzenstorf AG
    Seit März 2025 wird in der komplett modernisierten Kompogas-Anlage in Utzenstorf aus Grüngut, Speiseresten und sogar Speiseölen Biogas produziert. Direkt ins Gasnetz der Regio Energie Solothurn eingespeist, können damit jährlich rund 400 Einfamilienhäuser versorgt und 1’500 Tonnen CO₂ eingespart werden – im Vergleich zu fossilem Erdgas. So leistet die Anlage einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zum Ziel einer klimaneutralen Gasversorgung in der Schweiz bis 2050.

Gemäss Schätzungen des BAFU landen in der Schweiz pro Person jährlich stattliche 52 kg Bioabfall1 im Kehrichtsack statt im Biokübeli – das entspricht rund einem Drittel der gesamten Abfallmenge, das dadurch für die Wiederverwertung in den Biogasanlagen verloren geht. Werden organische Abfälle korrekt getrennt, zersetzen Mikroorganismen sie in luftdichten Fermentern und erzeugen daraus Biogas, das lokal genutzt wird und die Energieunabhängigkeit der Schweiz stärkt.
Ein grosser Vorteil dieser Technologie ist die Kreislaufwirtschaft: Selbst das verbleibende Gärgut wird weitergenutzt und dient als Naturdünger für Landwirtschaft, Gartenbau und private Gärten. Wertvolle Nährstoffe gelangen so zurück in den Boden – und neues Wachstum wird möglich.

1 Quelle: Bundesamt für Umwelt (BAFU) 2022

  • Green Power Aarau AG
  • Kompogas Utzenstorf AG
    Seit März 2025 wird in der komplett modernisierten Kompogas-Anlage in Utzenstorf aus Grüngut, Speiseresten und sogar Speiseölen Biogas produziert. Direkt ins Gasnetz der Regio Energie Solothurn eingespeist, können damit jährlich rund 400 Einfamilienhäuser versorgt und 1’500 Tonnen CO₂ eingespart werden – im Vergleich zu fossilem Erdgas. So leistet die Anlage einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zum Ziel einer klimaneutralen Gasversorgung in der Schweiz bis 2050.

Abwasserreinigungsanlagen: Biogas aus Klärschlamm

Klärschlamm entsteht in Abwasserreinigungsanlagen (ARA), also Einrichtungen, die Schmutzwasser sammeln, reinigen und zurückführen. Der organische Schlamm wird vergoren, wodurch Biogas entsteht, das aufbereitet und ins Schweizer Gasnetz eingespeist wird.

  • Gordola, TI

Klärschlamm entsteht in Abwasserreinigungsanlagen (ARA), also Einrichtungen, die Schmutzwasser sammeln, reinigen und zurückführen. Der organische Schlamm wird vergoren, wodurch Biogas entsteht, das aufbereitet und ins Schweizer Gasnetz eingespeist wird.

  • Gordola, TI

Klärschlamm entsteht in Abwasserreinigungsanlagen (ARA), also Einrichtungen, die Schmutzwasser sammeln, reinigen und zurückführen. Der organische Schlamm wird vergoren, wodurch Biogas entsteht, das aufbereitet und ins Schweizer Gasnetz eingespeist wird.

  • Gordola, TI
    Seit Ende August 2025 fliesst im Tessin erstmals erneuerbares Gas direkt ins regionale Verteilnetz. In der Gemeinde Gordola wurde dazu eine moderne Biogasanlage als Erweiterung der bestehenden Abwasserreinigungsanlage gebaut. Mit einer Jahresproduktion von rund 8 Gigawattstunden erneuerbarer Energie deckt die Anlage den Bedarf von etwa 400 Haushalten und stärkt so die lokale Energieversorgung nachhaltig.

Klärschlamm entsteht in Abwasserreinigungsanlagen (ARA), also Einrichtungen, die Schmutzwasser sammeln, reinigen und zurückführen. Der organische Schlamm wird vergoren, wodurch Biogas entsteht, das aufbereitet und ins Schweizer Gasnetz eingespeist wird.

  • Gordola, TI
    Seit Ende August 2025 fliesst im Tessin erstmals erneuerbares Gas direkt ins regionale Verteilnetz. In der Gemeinde Gordola wurde dazu eine moderne Biogasanlage als Erweiterung der bestehenden Abwasserreinigungsanlage gebaut. Mit einer Jahresproduktion von rund 8 Gigawattstunden erneuerbarer Energie deckt die Anlage den Bedarf von etwa 400 Haushalten und stärkt so die lokale Energieversorgung nachhaltig.

Biogas wird gefördert

Die Schweizer Gaswirtschaft fördert seit 2011 mit einem Biogasfonds die Produktion und Einspeisung von Biogas, denn sie hat ein grosses Ziel: die vollständige Umstellung der Gasversorgung bis 2050 auf klimaneutrale Gase. Inzwischen sind schon mehr als 12 Prozent des Gasabsatzes in der Schweiz erneuerbar, und der Anteil von Biogas im Gasnetz konnte in den letzten Jahren stetig gesteigert werden. Um diesen Trend zu verstärken, hat die Schweizer Gaswirtschaft die Einspeisebeiträge im vergangenen Jahr um 50 Prozent erhöht. Doch das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Das sieht auch der Nationalrat so, der verlangt, dass künftig

eine stoffliche und energetische Verwertung von Abfällen gegenüber der reinen Kehrichtverbrennung Vorrang hat2. Getragen werden aber alle Anstrengungen immer noch allein von der Branche und den Gaskundinnen und
-kunden. Daher gilt nach wie vor der Appell an die Schweizer Politik, die einheimische Produktion erneuerbarer Gase konsequent zu unterstützen – für den Ausbau der Produktion von Biomethan sowie eine Verbesserung der Sammlung biogener Abfälle. Ein wichtiger Beitrag, damit unser Energiesystem Schritt für Schritt umgebaut wird und die Schweiz ihre Klimaziele erreicht.

2

Weniger Kehrichtverbrennung, mehr Recycling. Bericht des Bundesrates in Erfüllung des Postulates 19.4183 Chevalley vom 26. September 2019.

Die Schweizer Gaswirtschaft fördert seit 2011 mit einem Biogasfonds die Produktion und Einspeisung von Biogas, denn sie hat ein grosses Ziel: die vollständige Umstellung der Gasversorgung bis 2050 auf klimaneutrale Gase. Inzwischen sind schon mehr als 10 Prozent des Gasabsatzes in der Schweiz erneuerbar, und der Anteil von Biogas im Gasnetz konnte in den letzten Jahren stetig gesteigert werden. Um diesen Trend zu verstärken, hat die Schweizer Gaswirtschaft die Einspeisebeiträge im vergangenen Jahr um 50 Prozent erhöht. Doch das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Das sieht auch der Nationalrat so, der verlangt, dass künftig eine stoffliche und energetische Verwertung von Abfällen gegenüber der reinen Kehrichtverbrennung Vorrang hat2. Getragen werden aber alle Anstrengungen immer noch allein von der Branche und den Gaskundinnen und -kunden. Daher gilt nach wie vor der Appell an die Schweizer Politik, die einheimische Produktion erneuerbarer Gase konsequent zu unterstützen – für den Ausbau der Produktion von Biomethan sowie eine Verbesserung der Sammlung biogener Abfälle. Ein wichtiger Beitrag, damit unser Energiesystem Schritt für Schritt umgebaut wird und die Schweiz ihre Klimaziele erreicht.

2

Weniger Kehrichtverbrennung, mehr Recycling. Bericht des Bundesrates in Erfüllung des Postulates 19.4183 Chevalley vom 26. September 2019.

Food - Schweizer Biogas - Bild 2

Und wie können wir alle etwas für die Umwelt tun?

Indem wir auch zu Hause Bioabfälle sammeln und richtig entsorgen. Diese nehmen nämlich den grössten Gewichtsanteil der Haushaltskehrichtmenge ein: Gemäss Schätzungen des BAFU landen pro Person im Jahr mehr als 52 Kilogramm Bioabfall im Kehrichtsack3. Das ist etwa ein Drittel der gesamten Abfallmenge. Rund 168 Tonnen landen so pro Jahr im Kehrrichtsack und somit in den Kehrichtverbrennungsanlagen. Diese ungenützten Abfallmengen, aus denen erneuerbare Energie in Form von Schweizer Biogas gewonnen werden kann, um fossiles Gas zu ersetzen, stellen ein enormes Potenzial dar. Wenn wir also Produktkreisläufe schliessen – sei es durch Recycling oder Wiederverwendung – profitieren sowohl die Umwelt als auch Haushalte, Gewerbe und Industrie. Durch den Wiedereinsatz der stofflich rezyklierten Materialien werden wertvolle Ressourcen geschont und im Vergleich zur Neuproduktion wesentliche Energiemengen eingespart. Das senkt nicht nur die Kosten, sondern ist vor allem Eines: ein grosser Beitrag für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung, bei der wir alle mitwirken können.

3 Quelle: Bundesamt für Umwelt (BAFU) 2022

Bioabfälle, die in einer Schweizer Anlage zur Biogasherstellung gesammelt werden.
10

Tipps zum richtigen Sammeln zu Hause

Wer Bioabfälle sammelt, hat automatisch mehr Platz im Kehrrichtsack und somit mehr Geld im Portemonnaie.
Regelmässiges Leeren und Waschen des Bioabfallkübeli ist die beste Verteidigung gegen Gerüche. Und gegen Fliegen.
Legen Sie Ihren persönlichen Sammelbehälter am besten mit Haushalts- oder Zeitungspapier aus. So wird allfällige Feuchtigkeit ganz einfach aufgesaugt.
Auch kompostierbare Bioabfallbeutel unter den Namen «CompoBag», «Composack» oder «BioBag» mindern die Geruchsentwicklung im Haushalt sowie im Container.
Fleisch- und Fischabfälle entwickeln schnell intensive Gerüche. Diese kommen deswegen erst kurz vor der Bioabfallsammlung in den Container.
Bioabfall sollte weder im Sammelbehälter noch im Container zusammengepresst werden, denn bei mangelnder Luftzufuhr setzt ein unerwünschter Faulungsprozess ein.
Befüllen Sie den Container möglichst abwechslungsweise mit Bioabfall und pflanzlichem Gartenabfall wie Hecken- oder Baumschnitt. Für die letzte Füllschicht ist Häcksel oder Steinmehl ideal.
Verzichten Sie auf den Einsatz von Schädlingsbekämpfungs­mitteln. Damit behandelte Abfälle sind nicht geeignet für die Entsorgung im Bioabfallcontainer.
Stellen Sie den Container möglichst an einen schattigen, kühlen Ort. Im Winter am besten in einen Innenraum oder die Garage, um das Anfrieren des feuchten Abfalls zu verhindern.
Lassen Sie den Container am besten durch ein Containerreinigungsunternehmen reinigen, damit verunreinigtes Wasser nicht in die Kanalisation gelangt.
Food - Schweizer Biogas - Bild 1

Sammeln biogener Abfälle an Events

Rüst- und Speiseabfälle sowie verbrauchtes Frittieröl werden an Events gesammelt. In Zusammenarbeit mit den Branchenmitgliedern und den Biogasanlagenbetreibern sind zahlreiche «Recycling Heroes» an Open Airs, Streetfoodfestivals oder Sportevents unterwegs. Die Abfälle werden dann in den Biogasanlagen vor Ort zu Schweizer Biogas aufbereitet, ins lokale Gasnetz eingespeist und gespeichert – ein bewusst gesetztes Zeichen der Veranstalterinnen und Veranstalter, um ihre Events nachhaltig auszurichten.